top of page
Suche
  • daniecell

Malaysien: Kuala Lumpur – Shoppingcenter ohne Ende

Aktualisiert: 9. Jan.

Nach all den Naturabenteuern, war K.L., (nur die Initialen verwendend, so wird es auch von den hier Lebenden ausgesprochen), eine passende Abwechslung. Wir nutzen einen Kurztrip hierher, um einen sogenannten "Visa Run" zu erledigen. Wir hatten unser Touristen Visum ja bereits einmal in Bali verlängern lassen, hatten aber jetzt noch eine Reise nach West Papua (ebenfalls Indonesien), in eines der angeblich besten Tauchgebiete weltweit gebucht und würden dann über unser maximales Visa Datum hinaus kommen. Also reservierten wir uns ein gehobeneres Hotel in Malaysien, um ein paar Tage lang hauptsächlich im Zimmer zu verweilen und bei guter W-Lan Verbindung wieder Organisatorisches erledigen zu können. Und um danach wieder mit einem neuen Visum nach Indonesien einzureisen und unser Wasserabenteuer auf hoher See zu beginnen. Aber das ist eine andere Geschichte.

K.L. überraschte uns mit mehr Shoppingcentern als erwartet. Wir wanderten durch eine Innenstadt aus Wolkenkratzern, zwischen Bürogebäuden und Einkaufszentren umher und verarbeiteten die konträren Eindrücke zu den letzten Wochen, wo die höchsten Gebäude der Landschaft auf Bambusstelzen standen und Spitzdächer aus Reisblättern hatten.

Wir begrüßten allerdings die neuen Möglichkeiten unsere Reiseapotheke und Kosmetika aufzustocken, während man in äußerst gepflegter Umgebung zwischen den in Europa allbekannten Marken-Bekleidungsgeschäften in einer klimatisierten Shopping-Mall umherschlenderte und vor einer riesigen Auswahl an Essenslokalen, gesammelt in einem enormen Foodcourt, stand. Aus Österreich kommend wäre das wohl nicht so spannend gewesen, aber in diesem Moment fanden wir das unsagbar toll und entspannend. Als wir dann etwas Zeit fanden um die Stadt zu erkunden fanden wir es sehr erstaunlich, wie viele Einkaufsmöglichkeiten es hier gab und wer denn die ganzen Waren die angeboten werden, konsumieren sollte? Geht man aus einer Shoppingmall hinaus, steht vis á vis schon die nächste, größere bereit, um dann eventuell sogar über eine oberirdische Verbindungbrücke mit der nächsten Mall verbunden zu sein oder direkt in ein Bürogebäude zu führen. Wir fanden sogar ein mindestens 4 stöckiges IT-Shopping Center, welches nur auf Elektronische Geräte und Multi Media ausgelegt war. Dieses stand ebenfalls neben zwei anderen Einkaufshäusern in einer Straße mit vielen Einzelhandelsgeschäften. Waren wohin man schaute. Zudem bestanden die Stadtviertel Chinatown und Bintang, ja selbst hauptsächlich aus Marktständen und Restaurants.

Um die Stadt zu besichtigen und zu den Sightseeing Highlights der Stadt zu gelangen, konnten wir ganz gemütlich die U-Bahn nutzen oder zu Fuß laufen. Und das ganz ohne den Preis vorab zu verhandeln! Spannend auf so einer Weltreise ist, dass man meistens erst bemerkt was man in dem einen Land vermisst hat, wenn man es plötzlich woanders bekommt. Bis dahin aber vermisst man meist Nichts und ist zufrieden mit dem was man hat. Hier genossen wir es, so gut wie alles mit Kreditkarte zahlen zu können und nicht darauf achten zu müssen, ob man ausreichend Scheine eingesteckt hat, genauso wie mit jedem Englisch sprechen zu können und zu Fuß zu laufen. Wenn man mich jetzt fragen würde von welcher Sache ich NICHT dachte dass ich sie einmal vermissen würde, dann wüsste ich meine Antwort: Gehsteige. Wie sehr habe ich Gehsteige vermisst! Man ist sich gar nicht bewusst wie wertvoll es ist, die Möglichkeit zu haben innerhalb einer Stadt Spazierengehen zu können. Auf Bali war das ja anders gewesen: Jeder der nicht auf einem Moped oder in einem Auto saß, hatte so gut wie keine Berechtigung sich auf oder neben einer Straße aufzuhalten- Aber wie sollte man dann als wanderfreudige_r Europäer_in von A nach B kommen? Selbst wenn es sich nur um den kleinen Lebensmittel Einkauf handelte. Dafür wird man im Inselstaat allerdings mit ausreichend Meerwasser, Sonne und Strand belohnt. Aber nun zurück zu K.L.

Wir nutzten die U-Bahn und S-Bahn um zu den berühmten 15km nördlich der Stadt gelegenen, 400 Jahre alten Batu Höhlen zu gelangen. Dort angekommen fanden wir eine beeindruckende weitläufige Hindu Stätte die in den riesigen Höhlen verteilt angelegt wurde.

Wir bestaunten die vielen indischen Wandgemälde, Abbildungen und Statuen von Hindu Gottheiten. Die Tempel sind über viele mehrfarbige steile Stufen, genaugenommen 272, bis zu der Haupthöhle hinauf, erreichbar. Die Attraktionen sind dort die selbige farbenfrohe Treppe, die zahlreichen Affen, die sich am Aufstieg, auf der Felswand, sowie dem riesigen Vorplatz tummelten und die Höhlen selbst, die mit ihrer Größe und Höhe den Wolkenkratzern im Zentrum Respekt zollen.

In der kurzen Zeit von 4 Tagen konnten wir neben den Batu Caves den Central Market, Chinatown, Bukit Bintang, Secret Garden Lichterpark und den KLCC Park besuchen. Unser Hotel besaß eine Squash Anlage, also konnten wir hier erstmals diese Sportart ausprobieren, was uns beiden sehr gut gefallen hat. Abschließend kann ich sagen, dass mir der Aufenthalt in Kuala Lumpur gezeigt hat, dass meine Höhenangst bzw. Angst vor Abgründen offensichtlich nicht Wolkenkratzer tauglich ist und ich war froh, dass wir nur im 17. Stock untergebracht waren und nicht in der möglichen 40. Etage unseres Hotels. Mit guten Erinnerungen an Malaysien machten wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen KLIA, um es über Kuta, Jakarta und einen Flughafen in Sulawesi (Makassar) bis nach Ambon, auf den Molukken, zu schaffen, wo unsere Freediving Bootsafari starten sollte.

Wie immer viel Spaß mit unserer videografischen Kurzzusammenfassung und der Fotogalerie:



45 Ansichten0 Kommentare
bottom of page