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Canngu im Normalzustand

Nachdem Chris wieder voll genesen war, konnten wir endlich all die leckeren Lokale und den Strand von Canggu erkunden.


Wir haben eine neue Unterkunft gefunden die ein Yoga Shala inklusive hatte. Also hatten wir auch wieder etwas Platz um unser geliebtes Acro Yoga Training wieder aufzufrischen.


An einem Tag, an dem Chris eine Offroad Dirt Bike Tagestour gemacht hatte, hatte ich sogar Zeit für mich und mein Training und konnte etwas Tanzen und am Strand joggen gehen. Ich lief an Kühen vorbei, die frei am Straßenrand auf dem Weg zum Strand grasten. Indonesische Kühe sind übrigens wunderhübsch hellbraun und kleiner als die uns bekannten Milchkühe. Am Rückweg lief ich dann mit dem Meer an meiner Seite an Reisbauern vorbei, die früh morgens ihre Ernte in der Sonne trockneten und einem freundlich zuwinkten.

Die perfekte Jogging-Foto-Strecke also.


Abends wurden wir mit unserem Scooter wieder Teil des traditionellen Moped Chaos und testeten uns durch die Lokale oder gingen am Strand spazieren.

Hier in Indonesien scheint Drachensteigen am Strand oder im Park eine große Tradition zu sein und wir konnten an einem der Tage sogar eine Landung miterleben, als Teenager ihren überdimensionalen Drachen, abends am Strand wieder einzogen.

Wir wohnten etwas nördlicher und weiter weg vom Zentrum, also hatten wir es schön ruhig und einen tollen Ausblick auf die Reisfelder zwischen denen wir wohnten.

Wir unternahmen auch zwei weitere Ausflüge.

Einen nach Tanah Lot, einem nahegelegenen Tempel der direkt am Strand liegt. Ich bekam dort meinen Hindu Segen, mit Öl und Reis Mal im Gesicht, sowie der Lotusblüte hinter dem Ohr. Wir fuhren extra abends hin, da wir gelesen hatten, dass der Sonnenuntergang dort besonders schön sein solle. Und tatsächlich; ich kann bestätigen, dass der Sonnenuntergang den wir dort erleben durften, ungelogen der Schönste war, den ich jemals gesehen hatte. Es ist doch erstaunlich, das ein so konsequent täglich wiederkehrendes Ereignis, so unterschiedlich ausfallen kann und wie viele Faktoren das Ergebnis jeweils beeinflussen. Man darf gar nicht zu lange darüber nachdenken wie viele unterschiedliche Sonnenuntergänge der Himmel zu produzieren vermag und bereits vermochte. Unser Abend-Himmel erstrahlte jedenfalls in Gelbtönen die an manchen Stellen noch das Blau durchschimmern ließen und wandelte sich über Rottöne bis hin zu rosa Farben, bis schließlich gegen Ende des Spektakels das Meer einem Lila Farbtopf glich. Und plötzlich war auch der Himmel mit schwarzen Punkten durchzogen. Erst dachten wir es wären Schwalben, bis sich herausstellte, dass sich unterhalb unseres Aussichtpunktes eine Fledermaushöhle befand aus der nun ein Schlauch von tausenden Fledermäusen herausschwärmte um sich auf Nahrungssuche zu begeben. Dies war ein zusätzlich unbeschreibbar schönes Naturereignis mit dem wir nicht gerechnet hatten.

Ein mega gelungener Abend und wieder eine tolle Erfahrung.


Canggu bot auch tolle Walk-In Lokale und Hotels. Hier konnte man gegen einen Mindestkonsumation die Außenanlage von Hotels oder Hostels mitbenutzen. Wir fanden ein Surfhotel, dass einen Sprungturm zum 5m tiefen Pool besaß und am Dach ein Outdoor-Gym. Das waren Argumente genug um uns dort für einen Nachmittag einzunisten und den Pool und das Dach mit zu verwenden. Chris war der 3m Turm nicht hoch genug. Der Adrenalinpegel bei den üblichen Sprüngen war ihm zu wenig und er suchte sich eine höhere Challenge. Er kletterte über die Absperrung im 3. Stock (wir schätzen es auf 12m), um von da ins kleine Becken zu springen. Bei solchen Aktivitäten steigt mein Adrenalinpegel ja schon alleine beim Kamera halten.

Am Dach-Gym konnten wir dann noch eine kurze AcroYoga Einheit einlegen und rundeten damit den tollen sportlichen Nachmittag ab.


Gegen Ende unseres Canggu Aufenthaltes beschlossen wir noch ganz in den Norden Balis zu fahren, aber das ist eine eigene Geschichte. (AlingAling Beitrag, coming soon)


Da uns Indonesien sehr in seinen Bann gezogen hat verlängerten wir bei einer Agentur in Canggu unser Touristenvisum um ein weiteres Monat. Ich habe in einem Instagram Profil ein paar tolle Video Stories über eine indonesische Insel Namens Sumba gesehen und Chris davon überzeugt, dass wir unbedingt dorthin reisen müssen. Laut Recherche ist es eine touristisch nicht sehr erschlossene Wildpferdeinsel mit Traumstränden auf welcher der alt-indonesische Marabu Glaube weitverbreitet ist und die einheimische Bevölkerung auf Betelnüssen kaut, teilweise in Spitzdach-Bambushütten in traditionellen Dörfern lebt und Büffel- und Schweine-Opfer noch auf der Feiertagsordnung stehen.

Canggu eignetet sich also hervorragend als Basis, um von dort aus unser nächstes spannendes Abenteuer anzutreten.

Hier eine kurze Video Zusammenfassung:



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