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Vietnam: Hanoi - Super Start in unser Vietnam Abenteuer

Aktualisiert: 9. Jan.

Wir haben uns entschlossen, Vietnam von Nord nach Süd zu bereisen. Somit war unser Eintrittshafen die Großstadt Hanoi, von der wir schon verschiedenste Berichte gehört und gelesen hatten. Diese Berichte hatten uns das Bild einer turbulent lebhaften Stadt mit viel Lärm, Gesurr und Gewusel vermittelt. Allerdings stellte sich sehr schnell heraus, dass man in Hanoi äußerst gut abschalten und relaxen kann, wenn man als Weltreisende einen Stopp hier einlegt. Als wir früh abends an einem Wochenende ankamen, um in unser Hotel in der Altstadt einzuchecken, hatte uns Hanoi sofort in seinen Bann gezogen. In der Altstadt bekommt man an jeder Ecke leckeres und günstiges Essen. Unser erstes Abendessen haben wir gleich mal in der touristischen Bia Street gefunden und waren über das Preis-Leistungsverhältnis erstaunt und glücklich. Ich ahnte schon, dass ich hier Essens-technisch nicht zu kurz kommen würde, zumal sehr viel Gemüse und frische Salate und Kräuter auf der Speisekarte standen. Die Bia Street ist wort-witziger Weise tatsächlich die Bier Meile für Touristen in der ab dem späten Nachmittag bis Punkt Mitternacht abgefeiert wird.

Wir machten dann noch einen Verdauungsspaziergang auf den Straßen rund um den zentral gelegenen Hoan-Kiem-See der Altstadt. Keine Mopeds weit und breit, Straßen überqueren kein Problem, da die gesamte Altstadt-Zone um den See für Fahrzeuge abgesperrt und jeden Freitag- bis Sonntagabend zu einer sogenannten Walking-Area umfunktioniert wird. Somit entsteht eine Kilometer lange Freizeit- und Erholungsfläche, in welcher die Bewohner_innen Hanois und Tourist_innen ihren Freizeitaktivitäten mitten auf der Straße nachgehen können. Paar-Tanzen, Go-Kart fahren, Straßenmusik und der Verkauf von Leckereien prägen das abendliche Stadtbild. Es gibt sogar eine eigene weitläufige Kinder Zone, in der die jüngsten Stadtbewohner_innen in Elektrofahrzeugen die Straßen unsicher machen dürfen. Solch ein Angebot machen eine Stadt einfach mega sympathisch und das Flanieren und hin und wieder Stehenbleiben um Leckereien zu kosten, fühlt sich einfach nach Erholung an. Die Lieblingsbeschäftigung der jugendlichen und erwachsenen Bewohner_innen Hanois scheint Team Seilspringen und Indiaca spielen zu sein. So bilden sich auf der neu entstandenen Fußgängerzone große Kreise aus Menschen, die ihre Sportarten ausüben oder anderen dabei zusehen wie sie ausgelassen und fröhlich ihrem Hobby nachgehen. Nach anfänglicher Schüchternheit haben wir dann bei unserem zweiten Hanoi Besuch sogar beim Paar Tanz und beim Seilspringen mitgemacht. Beim Seilspringen ging dann ein erstauntes Ausrufen durch die Menge als Chris in die Kreismitte ging und ich bekam ein „oh he is so tall,…“- von der Seite zugeflüstert. Ihr müsst wissen, dass sogar ich, mit meinen 1,60m in Vietnam als groß gelte, also mussten die 2 Vietnamesen die das Seil drehten etwas näher zusammenrutschen, damit es sich für unseren Chris auch ausging. Mein Grinsen in diesem Moment war unbezahlbar. An jeder Ecke bekommt man Eiscreme oder tiefgefrorene Mochis (Reisteigkugeln mit Eis gefüllt) und der See lädt durch seine nächtliche Beleuchtung zum Ausruhen auf den bereitgestellten Bänken ein. Wie kann man diese Stadt also nicht mögen? Zugegeben, wochentags ohne die Fußgängerzone kann es wahrscheinlich schon etwas stressiger zugehen. Unser Reisetipp also: Hanoi unbedingt an einem Wochenende einplanen!

Hanoi hat eine nette moderne Kletterhalle (Viet Climb), der wir untertags einen Besuch abgestattet haben um uns etwas auszupowern. Da die Stadt sehr groß und modern ist, findet man hier mit großer Wahrscheinlichkeit das Angebot nach dem man sucht. Um in der Stadt große Strecken zurückzulegen, kann ganz einfach über die Grab-App ein Fahrzeug gebucht werden, so wie wir es schon zuvor aus Indonesien und Malaysien kannten. Wir hätten nachträglich gesehen hier sehr gerne eine Street Food Tour mitgemacht, haben dies leider aber verabsäumt. Dafür haben wir uns selbst durch verschiedene Lokale durchgekostet und waren von der vietnamesischen Küche in der Hauptstadt des Nordens sehr begeistert. Hier wird sehr liebevoll alles gewürzt und es wird sehr viel Wert auf frisches Gemüse und frische Kräuter gelegt. Unsere Favoriten: vegetarische vietnamesische frittierte Frühlingsrollen, Phó Suppe, Ban Xiao zum selber wickeln, Ban Mie veggy (mit Papaya Salat und mit Fleisch) und frische Sommerrollen aus Rohkost. Bei den Süßspeisen sind Vanille Mochis und Bubble Tee definitiv unsere Vorreiter, aber wir konnten bei weitem nicht alles kosten was wir gerne gekostet hätten.

Bei unseren Sightseeing Touren durch Hanois Märkte wurde uns allerdings klar, dass auf der weniger touristischen Speisekarte auch Aale, Schnecken, Schildkröten und andere für uns ungewöhnliche "Zutaten" standen. Die Tiere können alle am Markt in Käfigen und Wassertrögen erworben werden. Hundefleisch wird hier ebenfalls gegessen. Offiziell ist es seit Anfang des Jahres verboten worden, aber wir haben von hier lebenden Freunden erfahren, dass es noch alltäglicher Gebrauch ist Hundefleisch zu konsumieren.


Wir buchten von hier aus unsere Weiterreise nach Sa Pa, ein sehr nördlich gelegenes Bergdorf. Um dorthin zu gelangen, reservierten wir uns jeweils eine Kabine in einem sogenannten Sleeper Bus.

Bevor es aber weiterging, besuchten wir noch das Wasser-Puppen Theater mit Live Musik. Wir fanden die Theatervorstellung grandios. Wir hatten uns extra keinen Audio Guide genommen um die Musik in vollen Zügen genießen zu können. Auch wenn man die Liedtexte nicht verstehen konnte, war das Puppenspiel sehr eindeutig und man hatte nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.

Nach so einer gelungenen Ankunft in einem neuen Land waren wir schon gespannt darauf, was der Norden Vietnams zu bieten hatte.


Wie immer viel Spaß mit unserer videografischen Kurzzusammenfassung und der Fotogalerie:



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