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Neuseeland: Von Motueka zum Abel Tasman Nationalpark - von Sanddünen und mystischen Felsen

Nach unserer städischen Nächtigung in Nelson, nahmen wir unser Frühstück an den Motueka Saltwater Pools ein. Hier hatten wir einen ruhigen entspannenden Ausblick Richtung Tasman Bay. Es sind künstlich angelegte Becken, um taufesten Badegästen ganzjährigen Zugang zu einem Pool mit Ausblick auf ein Naturreservat zu bieten.

Selbstverständlich machten wir einen ausgedehnten Spaziergang entlang des Motueka Sandspit Scenic Reserve und konnten dabei verschiedene Vogelarten wie Kingfisher, Löffel Schnabler, Austernfänger und andere typische Arten beobachten. Wie ihr wisst liegen uns Vögel sehr am Herzen und dieser Ort bzw. diese Route war ein reines Vogelparadies.

Unser nächster angesteuerter Campingplatz lag direkt am Pohara Beach, nicht weit von der Golden Bay entfernt. Am The Grove Scenic Reserve machten wir einen kleinen Rundgang durch einen mystischen wirkenden Dschungel und entlang beeindruckender hohe Felsmauern.

Dieser Weg ist auch für Kinder als Entdeckungspfad angelegt, und obwohl er nicht mit den üblichen Wanderungen vergleichbar ist, lohnt sich der Spaziergang, wenn man schon mal in der Nähe ist.

Da uns dieser Spaziergang für unser Schritte Ziel nicht ganz reichte, unternahmen wir am späten Nachmittag noch einen Ausflug zur . Dieser Ausflug entsprach ganz unserem Abenteuergeschmack. Der Weg hinauf war steil und etwas unwegsamer, und wir mussten zügig wandern, da es bald dunkel werden konnte. Wir hatten auch unterschiedliche Zeitangaben für diesen Ausflug im Internet gefunden und waren uns somit nicht sicher wieviel Zeit wir einplanen sollten. Meine sporadisch schmerzende Tänzerhüfte war immer ein Faktor, den wir berücksichtigen mussten, und Fotografie-Stopps gehörten sowieso dazu. Wir trafen während des gesamten Ausflugs nur einen jungen sportlichen Wanderer, der uns durch seinen Abstieg bereits verschwitzt, entgegen kam. Dafür kreuzten Wekas (neuseeländische Waldhühner) unseren Weg, und unzählige Fantails flogen dicht um uns herum, begleiteten uns und ließen sich sogar von uns mit etwas Wasser versorgen. An einem ausgetrockneten Flussbett, das wir queren mussten, schüttete Chris etwas Trinkwasser in eine Felsenschale, und die Fantails nahmen die Trinkstelle dankend an. So konnten wir viele tolle Fotos von den herzigen Vögeln machen.

Die Höhle lag erhöht am Ende des Wanderweges. Sie war frei zugänglich, was bei unseren bisherigen Höhlenbesuchen auf unseren Reisen eigentlich nie der Fall gewesen war. Meistens zahlt man Eintritt, um zu derartigen Höhleneingängen gelangen zu können. Wir sahen ein dichtes großes Ausmaß an spitzen schmalen Stalaktiten, die dicht aneinander gereiht vom Eingang der Höhle herabhingen. Sehr spannend anzusehen.

Man kann auf einer hölzernen Plattform ganz zur Öffnung der Höhle vordringen und die enorme Größe dieses Eingangs erkennen. Laut Recherche handelt es sich um den größten Höhleneingang ganz Neuseelands. Da hatte sich dieser spontane Trip also richtig gelohnt. Nach einer kurzen Rast und einem Snack folgte der Abstieg, bei dem es auch schon zu tröpfeln begonnen hatte.

Hier konnten wir einen weiteren der neuseeländischen Laufvögel beobachten, der völlig unbeeindruckt von uns war und sich im Unterholz Futter suchte. Wieder am Flussbett angekommen, mussten wir uns von den Fantails verabschieden, und ein weiterer langer und anstrengender Abend war vorüber.

Ein weiterer cooler Mini-Ausflug, den wir in unserer Zeit in der Abel Tasman-Region unternahmen, waren die Te Waikoropupu Springs, eine heilige Wasserstätte der Maori mit unberührtem, reinem Wasser. Ein etwa 1 Kilometer langer Rund Pfad führt entlang der Quellen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Wasser aus Respekt für den Maori-Glauben nicht berührt werden sollte.

Wir hatten noch nie zuvor derart wunderbar farbenfrohe Pools und klares Wasser inmitten eines Waldes gesehen. Es wirkte wie eine Korallenlandschaft mit türkisem bis dunkelblauem Wasser.

Der Spazierweg führt wie so oft durch einen Farnwald und eine Begegnung mit einer unserer geliebten Stabheuschrecken gabs inklusive.

Danach hieß es ausruhen und sich auf den kommenden Tag vorzubereiten. Wir hatten beschlossen den Abel Tasman auch per Kajak zu erforschen. Für den folgenden Tag hatten wir uns in der Golden Bay ein 2 Personen Kajak gesichert und nach einer kurzen Einschulung, sehr früh Morgens am Strand ging es auch schon los. Die Sonne war noch nicht richtig draußen, also froren wir während den Erklärungen des Vermieters in unseren Wassersport Outfits und bekamen einen Vorgeschmack wie sich der annähernde Winter in Neuseeland wohl anfühlen konnte. Doch beim Paddeln und als die Sonne herauskam wurde uns schnell warm, und die Zeit auf dem neuseeländischen Meer erinnerte uns an die vielen Kajakstunden in südost-asiatischen Gewässern.

Unser Vermietet hatte uns genau erklärt bis wohin es realistisch war hinaus zu paddeln, um rechtzeitig wieder zurück zu sein und wo man mit höchster Wahrscheinlichkeit auf Stachelrochen treffen konnte. Also paddelten wir vorbei an interessanten Felsen auf kürzestem Weg direkt zum Rochen Beobachtungspunkt.

Der Plan ging auf, und wir konnten riesige dunkle Rochen und auch kleine jüngere Exemplare vom Kajak aus beobachten.

Schaut in unserer Videozusammenfassung vorbei, da haben wir einige Rochen Aufnahmen mit hineingepackt.

Das Wasser war herrlich klar und ruhig. Auf einer Sandbank konnten wir das Kajak abstellen und die Tiere nun auch vom Land aus beobachten. Rochen und Wasserlebewesen faszinieren uns immer wieder sehr, so verbrachten wir einige Zeit damit ein paar der schüchternen Rochen mit der GoPro abzulichten, was gar nicht so einfach war. Chris überlegte, am Nachmittag von der Küstenseite aus zurückzukehren, um hier mit den Rochen zu schnorcheln. Er hatte sich in Australien bereits einen Wetsuit zugelegt. Da ich nach nun mehr als 10 Wochen noch immer krankheitsbedingt nicht ins Wasser durfte, war das leider nichts für mich.

An diesem Teil der Welt war der Unterschied zwischen Ebbe und Flut allerdings derart krass, dass, als wir zu einer anderen Zeit am passenden Küstenabschnitt mit dem Auto angelangt waren, nichts mehr von der Sandbank zu erkennen war und es einfach nur nach offenem neuseeländischen Meer aussah.

Was untertags als freundlich zu erschnorchelnde Bucht einlud, war nun einfach nur neuseeländische Küste. Mission abgebrochen. "Safety first" und wir behalten die Rochen vom Kajak aus gut in Erinnerung.


An unserem dritten Tag im Abel Tasman fuhren wir zum Wharariki Beach.

Diese Unternehmung ist etwas was ich jedem der hier in de Gegend ist, dringend ans Herz lege. Wir hatten ja schon oft erwähnt, dass man in Neuseeland kein besonders guter Fotograf oder Fotografin sein muss, um tolle Bilder zu erhalten. Aber hier ist jeder Winkel und Blick eine Postkarte wert und ich rate euch dringend genügend Akkus für eure Kameras mitzuhaben. Wir mussten gegen Ende tatsächlich sparen, da wir so viele Bilder und Videos aufgenommen hatten.

Wir spazierten über perfekt zu Ostern passende Schafweiden mit ultra herzigen Schafen darauf. Dann einen kurzen Abschnitt durch einen Wald, um dann über Steinplatten zu Sanddünen zu gelangen, welche uns wiederum an den imposanten Strand führten, auf dem 2 riesige Steilkippen emporragten und einen mit ihnen verglichen schmalen Spalt als Blick auf das Meer dahinter, freiließen. Also spazierten wir quasi durch komplett gegenteilige Landschaftsbilder in einem Aufwasch.

Wenn ihr das "Südliche Orakel" aus Michael Endes beliebtem Buch kennt, dann wisst ihr genau woran ich denken musste als ich diesen Ort betrat. Nur die blauen Sphinx fehlten.

Im Grunde hatte an diesem Ort alles so ein "die unendliche Geschichte"-Feeling und der uns gebotene Blick war, an diesem speziellen Tag zumindest, extrem weitläufig, sandig, unberührt und leer.

Einer der bekanntesten Windows 10 Desktop Hintergründe wurde hier aufgenommen. Mitunter dadurch hat dieser traumhafte Ort vermehrt mediale Aufmerksamkeit erhalten. So wanderten wir nun von unserem gewählten Startpunkt aus durch den uns bekannten Windows 10 Bildschirmhintergrund und erfreuten uns an den riesigen Felsen und Höhlen.

Wir gingen immer Richtung Farewell Spit. Wir trafen auf unglaublich herzige Robbenbabies vor denen sich die meisten Touristen die diesen Ort besuchten, versammelt hatten.

Weiter stapften wir durch mit Steppen-Gras durchzogene Sandlandschaften und spielten in den pulverfeinen und weißen Sanddünen, bevor wir uns wieder an den Aufstieg machten, um zurück zu unserem Parkplatz zu finden. Natürlich durfte hier unsere Partnerakrobatik nicht fehlen.

Manchmal geht auch etwas schief ;)

Wir fuhren anschließend mit unserem Camper Van noch ein kurzes Stück weiter, um kurz vor den nördlichsten Punkt der Nordinsel zu gelangen wo wir einen Wahnsinns Ausblick über die Tasmanische See hatten. Ich wollte gar nicht aufhören von unserer erhöhten Schafweide aus, in das türkise extrem klare Wasser hinabzublicken und ich hoffte jeden Augenblick einen Wal darin auftauchen zu sehen. Leider ließ er sich nicht blicken.

Erschöpft vom vielen Spazieren und Turnen zogen wir weiter und ließen diesen unvergesslichen Abschnitt der Südinsel namens Abel Tasman hinter uns.

Es ging zurück in die Stadt Nelson, um nach Picton zu gelangen wo wir unseren einzigen Termin einhalten mussten der im Voraus geplant war: die Fähre auf die Nordinsel.

Aber dieses Erlebnis packen wir in den folgenden Bericht.


Viel Spaß mit dem Betrachten der stillen und bewegten Bilder.





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