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Neuseelands Ostküste: Unterwegs im Camper Van im Land in dem es keine gefährlichen Tiere gibt

Wie so immer, wenn man hoch motiviert an eine Sache heran geht, ist der Anfang der Unternehmung dicht gepackt mit Ideen und Taten und erst im Laufe der Zeit entwickelt man eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit.

Da wir gerade erst am Anfang unserer Neuseeland Erkundung waren und auch ja nichts verpassen wollten, ist also der Bericht den ihr gerade lest, welcher von unseren ersten neuseeländischen Erfahrungen an der Ostküste der Südinsel handelt, dicht vollgepackt mit vielen Stopps und neuen Eindrücken.


Das Reisen im Camper Van fühlte sich wie ein Spiel an, bei dem man sich über jeden Check Point den man zusätzlich erreicht, mega freut. Ein Fotobeweis muss selbstverständlich gemacht werden. Es ist definitiv eine tolle Art zu reisen und wenn man ein großartiges Teamwork an den Tag legt, so wie es bei uns aus meiner Sicht der Fall war, dann füllt man seinen Körper und Geist mit ganz schön viel Freiheitsgefühl und positiver Energie auf.

Und das obwohl man gegenwärtig ein zu Hause mit der Größe von max. 5 m2 für 2 Personen nutzt. Eigentlich unvorstellbar, hätte man uns das im Vorhinein gesagt. Man lernt hierbei definitiv wie wenig man eigentlich braucht um sich frei und glücklich zu fühlen und wird kreativer in den Lösungen für Leben auf kleinem Raum. Umso mehr lernt man auch den Luxus zu schätzen, den wir alltäglich in Österreich unser Eigen nennen.

Da wir ziemlich großen Respekt vor der ersten Nacht im Auto hatten und wir auch noch nicht ganz sicher waren wie Chris mit seinen 1,90 m auf den zu einem Bett umgebauten Rücksitzbereich unseres Mazda Premacys passen sollte, gönnten wir uns einen eher hochpreisigen Campingplatz an unserem aller ersten Nächtigungs Stopp im Städtchen Timaru. So konnte man eine eventuell ungemütliche Nacht zumindest mit schönen Gemeinschaftsräumen etwas ausgleichen.

Die Campingplatzkette hieß Top 10 und war im gesamten Land gut verteilt immer wieder zu finden. Man zahlt je nach Standort zwischen 20 – 30 € pro Nacht und Fahrzeug für einen Standplatz ohne Stromanschluss. Es hatte in Timaru eine gut ausgestattete Gemeinschaftsküche, Duschkabinen mit ausreichend Warmwasser und gepflegte Sanitäranlagen.

Und natürlich gab es ein Bounce Air Bag, das man als Trampolin verwenden konnte. Eventuell hat uns auch das ein wenig beeinflusst genau dort zu übernachten 😉.

Gleich in der Nähe lag die Caroline Bay bei der wir, leider vergeblich, auf unsere erste Begegnung mit den berühmten kleinen blauen Pinguinen warteten.

Uns wurde gesagt, dass sie frühestens bei Dämmerung an Land kämen, um dann dort zwischen den Steinen, welche die Bucht von der Straße trennen, zu nisten und zu übernachten.

So warm uns die neuseeländische Sonne untertags begleitet hatte, umso frischer wurde es sobald die Dämmerung einsetze und etwas Wind hinzukam. Schnell wurde uns bewusst, dass man hier früh aufstehen muss, um die rarer werdenden Sonnenstunden ausführlich genießen zu können. So warteten wir, wie auch all die anderen Touristen die hier auf der Suche nach den Pinguinen waren, fröstelnd brav hinter unserer Absperrung. Freiwillige Aufpasser die sich dem Pinguin Schutz verschrieben hatten, suchten eifrig für uns an den gekennzeichneten Stellen um dann die Wartenden Menschen dorthin zu führen. Kurz bevor wir aufgeben wollten, da die Kälte und Finsternis gewonnen hatten, wurde ein kleines Pinguinköpfchen zwischen den Steinen entdeckt. Für meine Augen aber unmöglich in der Finsternis zu erkennen und für Chris auch nur schemenhaft bemerkbar, beschlossen wir dies nicht gelten zu lassen und die Pinguin Suche musste definitiv an anderen Orten weitergehen.

Beim nächsten Stopp entlang unserer südlichen Route hatten wir dafür sehr viel Gelegenheit mit Tieren verbringen zu dürfen. Nach einer überraschend gemütlichen ersten Nacht im Camper Van hielten wir an einer Wallaby Farm an und durften die dort gehaltenen Beuteltiere füttern. Eigentlich ist das für uns eine sehr untypische Art Tiere zu beobachten, da wir uns immer stark von Gehege Haltung distanzieren. Die eigentliche Attraktion war hier allerdings die äußerst gesprächige neuseeländische Farmbesitzerin beachtlich hohen Alters. Sie hieß uns willkommen, kassierte den Farmbesichtigungsbeitrag und lieferte uns ungefragt wichtigen Informationen zur Bereisung ihrer Heimatinsel. Unter anderem immer Bargeld dabei zu haben, sprich jederzeit für ein Energie Black Out gewappnet zu sein und darauf zu achten, dass der Tank nie unter halb voll sein sollte. Dieselben und noch mehr Tipps hatten wir auch schon von unserer letzten Air BnB Gastgeberin erhalten.

Wallabys sind eine Gattung von Kängurus die nicht sehr groß werden. Da wir ja keinen längeren Aufenthalt in Australien geplant hatten, aber zumindest einmal im Leben gerne ein Känguru gesehen hätten, schauten wir also kurz in die Gehege dieser neuseeländischen Beuteltierfarm. Es war ein wenig wie ein Pendant zu den österreichischen Rehgehegen, bei denen man am Eingang Tierfutter erhält um die Tiere durch den Zaun zu füttern. Hier stand man allerdings im Gehege und wartete ob sich ein Wallaby einem näherte.

Wir haben etwas gemischte Gefühle was diesen Stopp betrifft, hatten aber trotzdem recht Spaß dabei diese für uns äußerst ungewöhnlichen Tiere zu füttern und sie beim hoppeln zu beobachten.

Nur um das deutlich klar zu stellen: Wallabys sind in Neuseeland nicht heimisch. Genauso wenig wie Pfaue.

Hier noch etwas informatives zur Fauna dieses atemberaubenden Landes. In der Zeit nachdem sich Neuseeland vom Superkontinent abgespalten hatte, ist hier eine einzigartige Flora und Fauna entstanden.

Die Inseln mit ihren großen immergrünen Waldgebieten bot die perfekte Grundlage für eine unglaubliche Vielfalt endemischer Vogelarten.

Es gab auf den beiden Inseln keine natürlichen Feinde vor denen sie Schutz suchen und fliehen mussten, also entwickelten einige der Vögel im Laufe der Evolution flugunfähige Vordergliedmaßen. Am bekanntesten ist wohl der mittlerweile nur selten und von uns leider gar nicht gesichtete Kiwi.

Viele dieser Schönheiten sind leider bereits ausgestorben auch wenn sie vor gar nicht alle zu langer Zeit noch hier heimisch waren. Wie z.B. der Moa einer der größten Laufvögel der Welt. Ihr seht also, für uns große Vogelfans ist Neuseeland das perfekte Urlaubsziel (wenn es nicht so weit entfernt wäre).

Unser nächster Halt mit unserem mobilen Heim lag in Oamaru, gleich beim Eingang zum Visitor Center der Blue Penguin Colony.

Pinguine lassen sich meist, wie ihr mittlerweile erfahren habt, nur in der Dämmerung an Land blicken.

Dieser Ort bietet sogar Plätze auf einer Tribüne und VIP Sitzbereich gegen einen nicht unstattlichen Preis, um Abends der Ankunft der kleinen Schwimmer beizuwohnen, sollte man diese Art der Tierbeobachtung bevorzugen. Da dies nicht ganz unser Fall ist, schlenderten wir (kostenlos) in der Anlage umher und begutachteten die für die Pinguine künstlich angelegten Nisthäuser. Wir konnten in einem der Häuschen auch einen ganz jungen Pinguin piepen hören der schon gespannt auf die Rückkehr seiner Eltern mit der Hoffnung auf leckeres Futter wartete.

Auch das ließen wir nicht gelten, um einen Haken unter den Punkt "Pinguin Beobachtung" auf unserer "Bucket List" zu setzen.

Wo Pinguine zu finden sind, finden sich meist auch Robben. Zumindest hier auf der Südinsel. Hier hatten wir also erstmals eine tolle Möglichkeit die in der Sonne faulenzenden Robben ganz nah zu beobachten und abzulichten.

Ein toller Stopp also, um sich die Beine zu vertreten und das Camper Sandwich zu verdrücken bevor es weitergeht um einen Stellplatz für die Nacht zu finden.

Wir fanden einen herzigen Kiwi Campingplatz in Hampden, in Strandnähe, inklusive Trampolin.

Für die Kiwi (wird hierzulande als Synonym für alles Neuseeländische verwendet) Campingplätze ist die Gebühr etwas geringer (8-30 NZ Dollar). Dafür ist die Ausstattung oft bereits etwas in die Jahre gekommen und Wifi nicht kostenlos dabei. Aber wer braucht schon Wlan wenn man einen Schlafplatz nahe einer mystischen Küstenkulisse hat.

Kaum eingecheckt ging die Unternehmung Pinguinsichtung sofort weiter.

Eine kurze Autofahrt entfernt lag das Katiki Point Lighthouse. Angeblich ein top Spot um Pinguine zu beobachten.

Schnell noch vor Torschluss des von einer Maori Familie betreuten Areals, eilten wir den wunderschönen Gehweg hinunter zum Ende der Steilklippe. Von dort aus, hatte man einen guten Überblick der Klippenzugänge, an denen eventuell Schwimmvögel an Land kommen konnten.

wir hatten ungefähr eine dreiviertel Stunde Zeit. Pinguine gab es keine aber dies war wohl eine der herrlichsten Klippenkulissen an die ich mich gerne zurückerinnere. Auf jeden Fall einen Besuch wert! Von hoch oben blickten wir in das raue neuseeländische Meer der Ostküste entlang. Der Wind blies kräftig und man zog die Bänder seiner Kapuzen enger. Das im Wasser verankerte Seegras wirkte selbst von dieser Höhe noch riesig und zog einen in seinen Bann, während es durch die Wellen hin und her bewegt wurde.

An den Felsen am Fuß des Berges tummelten sich verschieden Robbengruppen. Große, uns noch unbekannte, Möven Arten und der eine oder andere Kormoran landete hier und da an den Felsen. So manch eine Robbe schwamm zwischen dem Seegras umher, um sich wohl einen Fisch zu holen.

Ohne Pinguin Foto aber überglücklich ging es wieder heim zum Campingplatz.

Vor der verdienten Nachtruhe machten wir noch einen herrlichen ausgedehnten Strandspaziergang. Wir wurden nun aus nächster Nähe mit dem riesigen rot goldenen Seegras (Kelp) konfrontiert, dass wie enorme Fransenteppiche aus Leder im Sand umher lag. Die wenigen Menschen die ebenfalls umherschlenderten verteilten sich in der für Europäer eher abnormalen Weite der Sandfläche. Wir entdeckten sogar Exemplare einer uns unbekannten Hai Art, die an den Strand gespült worden waren. Wir tippen hier traurig auf weggeworfenen Beifang der Fischer. Mitunter einer der Gründe warum wir keine Fische essen und Fischerei nicht unterstützen.

Am nächsten Tag machten wir uns früh morgens nochmals zum Katiki Point Lighthouse auf, um die Kulisse ganz ohne Zeit Limit genießen zu können. Diesmal streckten sich manche der Robben, von denen wir mittlerweile wussten, dass es sich um neuseeländische Pelzrobben handelte, gemütlich auf dem Gras des Aussichtspunktes in Posen von denen Profi Yogalehrer nur träumen können.

So aus der Nähe betrachtet waren die Tiere ganz schön groß und flößten dezent Respekt ein. Wir hielten uns so gut es ging an den vorgegebenen Abstand im Umgang mit Wildtieren, der immer wieder auf Schildern vermerkt steht. Ein Robbenbulle lag so entspannt und getarnt am Rand zur Klippe, dass ich ihn ganz übersehen hatte, als ich zu Chris vorrücken wollte, der gerade mit dem Rücken zu mir stand um Fotos vom Meer zu machen.

Er tadelte mich durch lautes Grunzen und Bellen. Offenbar verließ ich sein Territorium nicht schnell genug, obwohl ich erschrocken zur Seite gesprungen war, so dass er beschloss mich im Galopp fortzuscheuchen und ich meine Beine in die Hand nehmen musste, um bergauf davonzulaufen.

Wenn Chris wüsste was sich hinter seinem Rücken gerade abgespielt hatte,... Das wäre wohl ein besseres Video geworden als der Schwenk übers Meer.

So viel dazu, dass es in Neuseeland kein einziges gefährliches Tier gibt.

Von nun an schaute ich doppelt und dreifach ob sich eine Robbe gerade auf meinem Weg sonnte.

Es war Zeit für die Weiterreise. Ein letztes mal spähte ich an einem Abschnitt durch einen Holzzaun der uns von einem steilen Hang trennte und da war er. Der lang ersehnte kleine blaue Pinguin.

Er war zwar weder klein sondern eher sogar sehr groß und fett und lag flach bäuchlings auf dem Felsen, dafür war er deutlich blau.

Mission erfolgreich abgeschlossen.

Weiter gings auf zu den Moeraki Boulders.

Das sind die mysteriösen Steinkugeln, die aus der Lehmwand die den Strandabschnitt säumt über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren in Slow Motion freigelegt wurden und auf dem Strand langsam erodieren, bis sie Bestandteil des einzigartigen Küstenbilds werden, dass Touristen magisch anzieht.

Bei Ebbe sind diese großen Findlinge am besten zu betrachten und sie lassen wohl jedes Geologenherz höher schlagen. Bestehen sie doch aus spannenden Mineralien und sind zum Teil von innen heraus aufgebrochen, so dass man verschiedene Farben erkennen kann.

Mit einigen Picknick Stopps bei denen wir uns immer mehr mit unserem Camping Kochgeschirr auseinander setzten und auch erstmals einen Camping Kocher ausprobierten (ja, wir sind komplett unerfahren was das Campen angeht), ging es Etappen weise von einem Lookout Point weiter zum nächsten.

Den einen oder anderen kuriosen Vogel konnten wir bei unseren Stopps schon beobachten, so wie immer wieder meine neu gewonnenen Robbenfreunde, die sich manchmal sogar weit entfernt vom Wasser in Auto Nähe aufhielten.

Gesammelt fanden wir dann viele Vogelarten beim schon südlich gelegenen Hawksbury Lagoon Walkway vor. Dies war eine Seeanlage an der wir neben meinem ersten neuseeländischen Sonnenbrand, viele verschiedene Entenarten und die berühmten schwarzen Schwäne zu Gesicht bekommen hatten.

Weiße Löffel Schnäbler, dessen pinken Vertreter wir bisher nur in Costa Rica begegnet waren, Kormorane und Reiher konnten wir hier ebenfalls finden.

Vogelbeobachtung stand auch für den nächsten Stopp auf dem Plan. Zuvor hieß es allerdings zum aller ersten Mal einen Freedom Campingplatz in Dunedin aufzusuchen. Dies sind kostenlose Stellplätze die von der Stadt zur Verfügung gestellt werden und nur von selfcontained Fahrzeugen beparkt werden dürfen. Dafür gibt es keine weiteren Einrichtungen, Rezeption oder sonst einen Luxus. Es ist einfach nur ein Parkplatz. Meistens ist aber eine Toitoi Toilette bereitgestellt. Es gilt das "first come - first serve" Prinzip.


Wir fanden die Lage in Dunedin perfekt. Ich nutzte die Sanitäreinrichtungen des benachbarten Sportplatzes, um die Toi Tois zu vermeiden, und hatte mit 2 nächtlichen Klogängen somit auch meine Schrittziele erreicht.


Abendessen und Wifi holten wir uns vom nahe gelegenen Pizza Hut und wir bunkerten uns dann gemütlich für einen Filmabend in unser Fahrzeug ein.

Wer Vögel hautnah erleben möchte, dem können wir das Oronuki Ecosanctuary wärmstens empfehlen. Es besteht aus einem Areal, dass mit einem modernem Schutzzaun System 100 Prozent Raubtierfrei gehalten wird. So können nicht mal kleinste Nager (die wie wir nun wissen alle von Europäern erst hierher eingeschleppt worden waren) in das Gebiet eindringen und die herzigen Vögel bedrohen.

Dies merkt man stark am Verhalten der Vögel in diesem einzigartigen, durch Lehrpfade vernetzten Waldgebiet.

Wir hatten hier mega süße und zutrauliche neugierige Begleiter die sich so verhielten als wären wir diejenigen die es zu beobachten gilt.

Den seltenen Südinseltakahe konnten wir ebenfalls beim Wassertrinken antreffen.

Die etwas scheueren größeren Vogelarten wie die Kaka (Papageien) und den Tui kann man an bestimmten Fütterungsstellen begegnen und aus Distanz von Plattformen aus betrachten, sollte man ihnen nicht ohnehin beim Waldspaziergang begegnen.

Da wir noch nicht genug von Vogelarten hatten stand auch noch eine Albatros Besichtigungstour per Boot auf dem Programm, dessen Kolonie die einzige ist die man am Festland antreffen kann.

Die Wartezeit bis zum Tour Start verkürzten wir mit einem weiteren nahegelegenen Strandspaziergang, bei dem mich ebenfalls eine Robbe die von Festland Seite aus, aus dem mannshohen Schilf herauspolterte, angrunzte, als ich zufällig an der Stelle vorbeiging. Mit Chris hatten die Robben anscheinend keine Probleme, obwohl er ganz ungeniert Fotos von ihnen machte. Meine geringe Körpergröße schien den Männchen allerdings Motivation zum groß Aufspielen zu liefern.

Dafür entdeckte ich einen meiner neuen Lieblingsvögel bei dem Spaziergang.

Den Südinsel-Austernfischer:

Am Steg von welchem aus unser Boot startete, entdeckten wir sogar im Wasser einen Pinguin.

Die Albatros Tour war interessant und die Durchsagen des Kapitäns mit dem für uns ungewohnten neuseeländischen Englisch fanden wir äußerst unterhaltsam. Da es ein sehr windstiller Tag war, hatten die Albatrosse mit der Landung und auch dem Start zu kämpfen. So sahen wir sie eher in der Luft gleiten. Es sind natürlich richtig imposante Vögel die eine stattliche Flügelspannweite von 3 Metern (!) an den Tag legen. Trotzdem fanden wir auch, dass sie auf die Entfernung einfach nur wie große Möwen aussehen.

Mittlerweile hatten wir uns gut auf das Camper Van Leben eingespielt und fast die ganze Strecke der Ostküste hinter uns gebracht.

Wir befanden uns schon quasi an der Rundung der Küste die den südlichen Abschnitt der Insel einleitete. Die Landschaft begann anders zu werden und unsere Routen führten uns langsam ins Inselinnere, wo wir zum ersten Mal die immergrünen Wälder Neuseelands erkundeten.

Der letzte Küstenstopp war das Nugget Point Lighthouse, dessen Ausblick man einfach gesehen haben muss.

Die Leuchttürme stehen hier an den unbeschreiblichsten Naturschauplätzen. Es gibt einen kurzen Wanderweg hinauf zum Leuchtturm und zur Aussichtsplattform.

Der Weg an sich ist schon ein Postkartenmotiv.

Aber was dann dahinter noch zum Vorschein kommt ist eine weitere Erinnerung daran welche Schönheit die Natur an den Tag legt, schafft sie es doch uns eine schroffe unwirtliche Kulisse durch Positionierung von Felsen, Seetang und Meeresschaum als romantisch und beruhigend wahrnehmen zu lassen.

Und wie als I Tüpfelchen obendrauf, vollführt eine Robbe ihre Drehungen im Wasser und taucht spielerisch zwischen dem Seegras hindurch während wir dieses Bild einatmen.

An dieser Stelle begannen wir mit dem Erwandern von Wasserfällen mit Start bei den Mc Lean Falls, verborgen durch einen kurzen Waldspaziergang.

Als Reisender aus Europa bemerkt man wohl als erstes das hellgrüne Moos, welches auf allen Seiten der Bäume wächst und einem keinesfalls als Orientierung für Nord und Süd dienen kann.

Märchenwald wäre hier die Richtige Bezeichnung.

Angekommen an den Fällen war es klar, dass dies hier eine perfekte Acro Yoga Foto Kulisse war.

Hier war die Route entlang der Ostküste nun tatsächlich auch am Ende, so wie auch dieser erste lange Teilbericht unseres Neuseelandabenteuers.

In der abendlichen Sonne fuhren wir Schotterwege (als einziges Auto) hinauf ins Landesinnere vorbei an einem dichten Waldmauer die uns an Fangorn, den Sagenwald aus Herr der Ringe, erinnerte.

Im Nachhinein recherchiert konnten wir auch herausfinden, dass manche Szenen der "Lord of the Rings" Verfilmung auch genau hier aufgenommen wurden und wir mit unserem Vergleich also richtig lagen.

Viel Spaß mit unserem Videozusammenschnitt und den Bildern, bei denen uns die Auswahl immer schwerer fällt. In Neuseeland schaut fast jedes aus der Hüfte geschossene Foto aus wie eine Postkarte. Wir hoffen euch dadurch auch etwas von unseren Eindrücken mitgeben zu können.






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