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Philippinen: Puerto Princesa Underground River

Auf der Insel Palawan angekommen merkten wir schon, dass sich hier einiges zu Cebu unterschied. Es gab eine andere Sprache, so wie auf fast jeder der Inselregionen. Wir lernten also, dass jede Region ihren eigenen Dialekt bzw. ihre eigene Sprache hatte und Tagalog und English „nur“ die Amtssprachen waren. Man fährt auf den Philippinen mit Tricycles (umgebaute bzw. erweitere Mopeds zum Personentransport) und Scootern, oder in geschäftigeren Gegenden, mit Autos umher. Die Tricycle Fahrten waren äußert günstig und wurden bald zu unserem Alltag, wenn wir kein eigenes Moped ausgeborgt hatten. Von Puerto Princesa aus buchten wir eine Tour zum UNESCO Weltkulturerbe Puerto-Princesa Subterranean River National Park, bekannt als Underground River. Und schon konnten wir wieder ein Hakerl mehr bei unserer UNESCO WKE Sammlung machen. Wir fuhren mit einem Van in das Naturschutzgebiet hinein, von wo aus man mit Booten zu einer Bucht, bei der sich der Höhleneingang befindet, gebracht wurde.

Das Außergewöhnliche an diesem Höhlenfluss ist, dass es Meerwasser ist, dass durch die Höhlengänge fließt und dadurch ein einzigartiges besonderes Ecosystem existiert. Alles war gut organisiert und auch gut besucht. In kleineren Langbooten wurden wir dann Gruppenweise in die geflutete Höhle chauffiert und ein Audioguide-Gerät flüsterte uns in unserer gewünschten Sprache allerhand Informationen zur Entstehung der Höhle und deren Bewohnern zu. Der Underground River ist insgesamt 8,2km lang, von dem allerdings momentan nur ca. 4 km für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Wir sind wahrscheinlich nur 2km davon abgefahren. Man konnte bei der Bootstour tolle, durch Wasser geformte Formationen im Stein betrachten, die wie fantastische Figuren aussahen. Viele jener Figuren die Menschen ähnelten, waren nach Heiligen benannt worden. So fuhr man an Jesusfiguren, Maria und dem letzten Abendmahl aus Tropfstein vorbei. Für mich am eindrucksvollsten eine Formation die aussah, als ob ein riesengroßer Flugsaurier verkehrt die Wand hinabkletterte. Es tropfte überall von der Decke und die Dunkelheit durch die der Bootsmann steuerte wurde nur von den Taschenlampen der Guides oder mancher Touristen erhellt. Aufgrund dieser zwei Faktoren, konnten wir diesmal keine Fotos von der Höhle selbst machen. Wir fuhren bis zur größten Halle des besuchbaren Teils der Höhle, die auch als die Kathedrale bezeichnet wurde und drehten dann um, um denselben Weg wieder zurück zu fahren und die Formationen von der anderen Perspektive betrachten zu können. Die größte Halle dieses Systems ist übrigens 120 m breit und 60 m hoch.

Während unserer Bootsfahrt hatten wir Gelegenheit sehr viele kleine Fledermäuse die von der Decke hingen oder in Felsnischen schliefen, zu betrachten. Das Audioguide-Gerät informierte uns, dass zu einer bestimmten Jahreszeit sich so viele Fledermäuse in der Höhle befinden, dass Touren unmöglich durchzuführen sind. Wir wurden auch darauf hingewiesen, unsere Münder beim Hinaufschauen stets geschlossen zu halten, damit ja nichts Ungewünschtes hineinfallen konnte.

Im Vorbeifahren sahen wir sogar eine kleine Höhlen Schlange, die sich am Stein räkelte. Bräunliche Makaken gab es an Land ebenfalls und sie waren ein gutes Fotomotiv für die Passagier Gruppen, die auf ihr Langboot warteten.

Nach dieser beeindruckenden und informativen Tour nahmen wir einen Van der uns nach Port Barton brachte. Da die meisten Touristen gleich direkt in das bekanntere noch entferntere El Nido fuhren, saßen wir ganz alleine in einem 10 Personen Wagen und hatten eine sehr gemütliche Fahrt zu unserem nächsten Aufenthaltsort.



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