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Thailand: Ao Nang / Krabi - Ein Ort an dem nicht nur Affen die Felsen erklimmen können

Aktualisiert: 1. März 2023

Aus unserem Bericht von der Bootssafari in Raja Ampat konntet ihr bereits erfahren, dass mein Magen sich als nicht ganz seetauglich erwiesen hatte. Ich hatte mir also angewöhnt bei diversen Bootsfahrten und Fähren immer prophylaktisch meine Reisetabletten zu schlucken. Nun war es wieder soweit auf eine Fähre zu steigen und eine etwas längere Fahrt anzutreten. Da das Wetter auf Koh Tao leider noch sehr regnerisch und windig war, war mir klar, dass dies wohl eine etwas wellige Überfahrt werden würde. Ich sage euch, wellig war weit untertrieben. Es endete darin, dass ich meine verbleibenden Tabletten gleich Anfangs an Personen in den umliegenden Sitzreihen verteilen musste, da einige kaum mehr Gesichtsfarbe als eine geschälte Banane aufwiesen. Die Bootscrew selbst torkelte zwischen den Reihen umher und verteilte Plastiktüten für den Fall der Fälle. Immer mehr Hände gingen mit der Zeit in die Höhe um zu signalisieren, dass noch mehr Bedarf an Plastiktüten herrschte. Ich selbst war stabil und konzentrierte mich darauf, nur nach vorne zu schauen. (Chris hingegen saß gegen die Fahrtrichtung und tippte entspannt auf seinem Handy herum). Die Fähre schwankte so stark durch den Wellengang, dass Gegenstände begannen umzufallen oder herunterzufallen. Mein holländischer Sitznachbar drehte sich zu mir und bat mich seine Freundin zu beruhigen, die gerade in Panik verfiel. „It is going to be alright, right? Can you please tell her that?“ Sie schien ihm nicht mehr zu glauben, also versuchte ich sie zu beruhigen und erklärte ihr, dass die Boote für solche Situationen gebaut wären und alles gut gehen würde. Ich war mir zumindest zu 91% sicher damit. Leider hatten mittlerweile mehrere Passagiere in unserer Umgebung begonnen sich zu übergeben; der Großteil davon bestand aus großen starken Männern wie Chris, was mich etwas irritierte. Da ich ein äußerst empathischer Mensch bin, begann ich solidarisch mitzumachen und Chris lief diesmal für mich zum Plastiktüten Ausgabestand. Da ich aber einige Routine mit Seekrankheit habe, ging es mir eigentlich trotzdem ziemlich gut, verglichen mit dem Rest der Betroffenen. Alles hat seine positiven Seiten. Wir fanden die gesamte Situation trotzdem witzig, freuten uns allerdings als wir in Surat Thani heil ankamen und die restliche Strecke nach Ao Nang / Krabi mit dem Bus antreten konnten.

Krabi war ein toller, typisch thailändischer touristischer Ort. Alles richtete sich nach den Wünschen der Strandurlauber. Obst gab es leider nicht wie auf Koh Tao, vielerorts am Früchte Stand zu kaufen, sondern nur bereits aufgeschnitten, portioniert und in Plastik verpackt, ready to take away an manchen Buden. Da machte es gleich nicht mehr soviel Spaß Früchte zu essen. Oder man ging zu einem der vielen Smoothie Läden und nahm die tägliche Portion Obst flüssig zu sich. Es gab sogar ein paar größere Geschäfte, Drogerien und Apotheken. Sogar Filialen von Fastfoodketten konnte man hier aufsuchen, wenn man es wollte. Abends konnte man die Strandpromenade entlang gehen und bei den Feuershows die dort aufgeführt wurden zuschauen. Es gab viele kleine Souvenirläden und eine große Auswahl an Restaurants. Also für uns alles mittlerweile ungewohnt touristisch. Unser Hotel war wieder ein Glücksgriff, diesmal hatten wir sogar einen Pool und ein Fitnesscenter dabei. Wenn man in Krabi anreist, ragt einem gleich die große Felswand des Hausberges entgegen.

Es ist eine tolle Gegend um Kletterausflüge zu machen. Diese werden auch überall angeboten und angepriesen. Wir besuchten den kurzen Monkey Trail Wanderweg, über welchen man an einen weiteren abgelegenen Strand gelangen kann. Am Weg warteten schon die Makaken, die den Touristenandrang schon gewöhnt waren. Ich hielt wie immer brav Abstand, während Chris weitere Affenfotos für unsere Sammlung schoss.

Meine Freundin Lena aus Wien, die selbst in einer 4er Gruppe unterwegs war, reiste fast zeitgleich mit uns an. Wir haben uns für eine private Bootstour zu sechst zum Island Hopping verabredet. (Hong Island, Koh Lao Lading, Hong’s Lagoon, Daeng Island), Der Bootstrip entpuppte sich als voller Erfolg. Wir verbrachten einen sonnigen Tag damit, von einem tollen Spot zum anderen zu fahren und immer wieder für kurzes Schnorcheln ins Wasser zu springen. Die Kulisse kann man sich ähnlich wie in Halong Bay vorstellen, nur alles etwas kleiner und ja, wieder nach dem südostasiatischen Motto: same, same but different.

Wir erkundeten wunderschöne Strände mit Aussichtspunkten, eine kleine Lagune zur Ebbe und fuhren an tollen Felsen vorbei. Die weitere Zeit verbrachten wir damit den Night Market und den Strand zu besuchen, sowie gemütlich durch den Ort zu spazieren. Dort buchten wir auch gleich unsere Weiterfahrt wieder hinauf in den Norden, um den Khao Sok Nationalpark aufzusuchen. Wir wollten nun auch die Fauna des Landes etwas genauer unter die Lupe nehmen und hofften dort einiges in freier Wildbahn anzutreffen.

Wie immer viel Spaß beim Durchklicken unseres Bildmaterials.




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